Hallo, hier mal wieder, nach langer Zeit einige Neuigkeiten aus dem sonnig warmen Lomé. Vor 2 Wochen waren wir Freitags auf der internationalen Messe in Lomé. Ich weiß nicht, was ich mir erhofft hatte, aber die Messe war ähnlich aufgebaut wie in Deutschland, viele viele Stände in Hallen, die ungefähr ALLES verkauft haben und, das Beste, noch mehr Essstände! Wir haben sogar Popcorn in Togofarben gekauft-also: rot-grün-gelb.
Den Tag darauf waren wir mit ein paar Freunden Samstag abends auf einem Soprano-Konzert im Stadion, das war recht ereignisreich. Angekündigt wurde der Beginn des Konzertes um 16h16, Soprano höchstpersönlich eröffnete seine Show dann in Wirklichkeit gegen 23h30. War aber nicht so schlimm, da wir erst 2, und drinnen vor dem Tribünenaufgang nochmal eine Stunde in der Schlange standen, bis die Militärs uns endlich reingelassen haben. Dort haben wir oben gewartet. Unten haben sich die Menschen vor dem Zaun gedrängt, bis die Menge plötzlich so eine Kraft hatte, dass sie den Zaun aus der Betonverankerung gerissen hatte und alle aufs Feld stürmten. Wir waren gottfroh, nicht mittendrin zu sein... Vor Soprano haben dann noch einige togolesische Künstler gesungen und getanzt. Und Soprano hat, auch wenn er so kurz da war, eine gute Stunde gefeiert. Der Abend hat sich wirklich gelohnt, es war richtig cool!
Diese Woche war minimal spannend, da wir 4 von 5 Tagen eigentlich nicht gearbeitet haben. Das kam daher, dass Montag und Dienstag die Lehrer gestreikt hatten. Grund dafür ist ein relativ niedriges Gehalt für einen physisch und psychischen Knochenjob. Daher sollten wir nur anwesend sein. Mittwoch verlief normal und Donnerstag waren wir mit Sani und der anderen WG ein togolesisches Konto eröffnen, damit wir bald unsere „Carte de Séjour“ bekommen und wir endlich reisen können. Da haben uns überraschenderweise die anderen auch erzählt, dass 2 ihrer Mädels demnächst nach Hause fliegen, weil sie sich hier wenig einleben und auch nicht so hundertprozent wohlfühlen. Das gibt einem zu denken und ist wirklich schade. Andererseits kann ich mich aber auch glücklich schätzen, dass ich hier so zufrieden bin...
Weiter zu der Woche...Freitag gegen 9h wurde unser Schulgebäude von Studenten gestürmt, die ebenfalls streiken und für bessere Studienbedingungen demonstrieren, damit die Kinder (spätere Studenten) auch aus Solidarität nach Hause gehen. So wurden auch wir heim geschickt. Eine Kollegin hat uns dann zu sich eingeladen und mittags zelebrierten Felix und ich unser wöchentliches Fufu-Essengehen, ein megachilliger Tag.
Samstags war ich zum allerersten Mal motiviert genug, um 6h aufzustehen und mit Franca zum Sportplatz zu joggen und dort Gymnastik zu machen. Haha. Danach hatten wir Ewe-Sprachkurs und ich muss stolz verkünden, dass ich zumindest schon hinter die Logik der Sprache gestiegen bin, und somit hoffentlich bald noch ein paar Erfolge verbuchen kann ^^ Ich lerne sogar täglich Vokabeln!Und da schon wieder der 10. war, haben wir abends wieder mit Felix (der übrigens sooo gut Ewe spricht waah) in unser Dreimonatiges gefeiert. (Wouuuh, wie die Zeit vergeht! Jetzt wohnen und arbeiten wir schon seit einem Vierteljahr in Togo!) Wir haben dann auf unserem Dach geschlafen, unter dem Sternenhimmel mit Vollmond. Nur hatte ich nicht bedacht, dass jetzt im Dezember die Nächte immer kälter werden, die Luft trocken ist und es sogar windet, was tagsüber noch riiiiiichtig angenehm ist (außer dem Sand in der Luft:...morgens kann man vor Staub die Sonne nicht mehr sehen), nachts aber zu kalt, da man nur noch die 35 Grad nachts im Zimmer gewöhnt ist. Also bin ich als „Eisklotz“ aufgewacht :D
Advent feiern hatten wir zwar vor, bei der Durchführung haperts allerdings ein bisschen. Wir haben einen Ecktisch mit vertrockneten Zweigen, Kerzen und Papiersternen, die Franca & ich gebastelt haben, hergerichtet...Und eines Nachmittags haben wir versucht, Weihnachtslieder zu singen, was bisschen in die Hose ging und somit schnell aufgegeben wurde ^^ Daher geht die Vorweihnachtszeit (angenehmer weise) fast an mir vorbei. Nur Franca hat uns den Nikolaus in unsere Flip-Flops gemacht, das war süß! :)
Advent feiern hatten wir zwar vor, bei der Durchführung haperts allerdings ein bisschen. Wir haben einen Ecktisch mit vertrockneten Zweigen, Kerzen und Papiersternen, die Franca & ich gebastelt haben, hergerichtet...Und eines Nachmittags haben wir versucht, Weihnachtslieder zu singen, was bisschen in die Hose ging und somit schnell aufgegeben wurde ^^ Daher geht die Vorweihnachtszeit (angenehmer weise) fast an mir vorbei. Nur Franca hat uns den Nikolaus in unsere Flip-Flops gemacht, das war süß! :)
Und die Soße dazu, mit geräuchertem Fisch und Tomaten und viel Chili, mjammi... Ein Sport ist das, die gekochte Yams-Wurzel zu zerstampfen! Aber hinterher schmeckt das Essen umso besser =) Blöderweise wurde bei der Heimfahrt mein Tag von einem Motorrad-Taxi Unfall gekrönt, da das Moto beim Ausweichen vor einem Fußgänger auf der sandigen Straße weggerutscht ist. Glück im Unglück gehabt, ein blutiges Knie, ein blauer Knöchel und ein riesiger Schock! Uff...Sonst ist nicht viel passiert, und somit endet hier auch der Auszug aus meinem einigermaßen spannenden Leben der letzten paar Wochen. Und falls ich mich vor Weihnachten nicht mehr hier melden sollten, wünsche ich euch allen von Herzen schöne Feiertage und ein gelungenes Weihnachtsfest mit viel Schnee! Gehabt euch wohl!
PS: Inzwischen ist schon wieder eine Woche rum, mein Knie ist fast verheilt, ich kann fast Motorrad fahren und ich hab wundertolle Rastas :)