Montag, 28. November 2011

Montag, 21. November 2011

11.11.11


Irgendwie war heute einer der allerbesten Tage hier, also ein würdiges Zweimonatejubiläum. Noch dazu an so einem Datum :D
Morgens fing der Tag ganz gewöhnlich an und wurde aber immer besser. In der Schule angekommen, wurde Nafi und mir gesagt: „Hey, heute seid ihr zusammen den ganzen Tag da hinten in dem Klassenzimmer.“ Yeah, Freude meinerseits, das müsste dann heißen dass das mit dem für Ruhe sorgen klappen könnte. Im Klassenzimmer angekommen, erwartet uns DER Schockmoment. Panischer Seitenblick zu Nafi. Wir sind zwar zu zweit, die Klassen aber auch. Da sitzen gerade 130 Kinder, die den ganzen Tag beschäftigt werden wollen mit erwartungsvollen Augen vor uns!! Aaah. Problematisch auch, dass das zwei verschiedene Altersstufen sind und wir uns nicht mal zusammentun können. Dann versuchten wir also, immer abwechseln mit der eigenen Klasse ein bisschen an der halben Tafel Matheaufgaben zu rechnen, ohne die andere allzu sehr zu stören. So ging das eigentlich ganz gut, bis zur 9.10h Pause, als alle Kinder schreiend in den Pausenhof stürmten und danach überhaupt gar nicht mehr ruhig zu bekommen waren. Also haben wir versucht, trotz dem Geräuschpegel von definitiv zu hoch im Klassenraum mit den Kindern Aufgaben im Heft zu machen, was ein Ding der Unmöglichkeit war. Da es so unglaublich laut war und ständig Kinder dabei waren sich zu kloppen, weg zu rennen oder Bänke zu demolieren, musste man jedes Kind einzeln anschreien um sich überhaupt verständigen und die Aufgabe erklären zu können. Dennoch gab es weder Verletzte noch Tote in der Klasse, worauf Nafi und ich wirklich stolz sein können^^
Da Freitag Nachmittag nur die beiden ältesten Klassenstufen Unterricht haben, und alle anderen Schüler spielen, toben und Spaß haben, haben wir einfach mitgemacht und mit den Kindern Klatsch-und Kreisspiele gespielt die sie uns beigebracht hatten. Dass wir im Kreis mittanzen, hat für allgemeine Heiterkeit unter unseren Schülern gesorgt, ebenso dass man uns prima beim Tauziehen (je ein paar Kinder bilden eine Kette und halten sich fest, der je Vordere zieht) gegeneinander einsetzen kann. Letztere Aktion endete in Domino Day, als wir losgelassen haben und circa 20 Kinder auf-, über- und untereinanderpurzelten. Später habe ich ein paar Luftballons aufgeblasen und Edding-Gesichter darauf gemalt, wie sich die Kleinen über die Gesichter gefreut haben! Ungefähr 100 Kinder sind dann dem Ballon hinterher gesprungen und haben versucht ihn nicht kaputt gehen zu lassen. Die Hälfte ist dann aber auf dem Dach gelandet, geplatzt oder wurde von den Älteren entführt. Dieser Nachmittag war wirklich großartig und hat superviel Spaß gemacht.
Hochmotiviert sind wir nach Hause gelaufen und haben den Tag dort ausklingen lassen, und da wir Jubiläum hatten gönnten wir uns ein Bier auf unserer Dachterrasse unterm Sternenhimmel und tauschten mit Felix und Theresa aus der anderen WG diverse Erfahrungen in der Schule aus. Es war ein richtig netter Abend und es tat so gut, sich mit den anderen zu unterhalten. So wurde der prima Tag immer besser und sogar zu einem der Besten. Gutes 2monatiges :)

Montag, 7. November 2011

Ganz normaler Wochentag

05.45h Weckerklingeln
06.30h langsam Richtung Schule schlendern, beim Bäcker nebenan warmes Weißbrot kaufen und sich dann doch nach 500 Metern ein sogenanntes „Z“ oder „Zémidjan“ (Mototaxi) winken, den Preis aushandeln und fahren lassen
07.00h in der Schule angekommen, sind schon alle Kinder dabei den Hof und die Klassenzimmer zu fegen, den Müll einzusammeln und zu verbrennen
07.20h treten alle zum Fahnenapell an: Die togolesische Flagge wird gehisst und die Nationalhymna gesungen, nachdem sich alle Kinder nach Klassen sortiert in Reih und Glied aufgestellt haben.
Nach der darauffolgenden Lehrerbesprechung geht es in die Klassen. Zur Zeit haben Nafi und ich noch Beobachtungszeit quasi, das heißt, dass wir -sofern alle Lehrer anwesend sind- Woche für Woche in einer anderen Klasse verbringen, um zu lernen wie und was die Kinder lernen. Sollte jedoch ein Lehrer krank sein, heißt es spontan: Annette bzw. Nafissa, macht mal! Und dann steht man ein bisschen unvorbereitet vor einer Gruppe von 40 – 70 Schülern und denkt sich spontan was aus. Meistens singen und malen. Dennoch artet mein „Unterricht“ meistens in unübersichtliches Chaos aus, aber es wird mit der Zeit immer wieder ein kleines bisschen besser...
Um 09.10h ist die wohlverdiente Pause, in der öfters 10 kleine Kinder an meinem Arm hängen und die Pause dort verbringen wollen. Goldig. Aber normalerweise wird in der Zeit gegessen.
Ab 09.30h geht der Unterricht weiter, bis es um 11.30h zur Mittagspause klingelt.
11.30h geht’s ab nach Hause, um dort zu essen und Mittagsschlaf zu halten :)
Punkt 15.00h geht der Unterricht weiter, der dann um
17h endet. Also ab nach Hause laufen.
Unser Abendprogramm variiert stark- Meistens wird gekocht und gespült und das Haus in Ordnung gehalten, oft sind auch einige Freunde da. Dann wird gelacht und gequatscht oder Karten gespielt x) 

Am Wochenende geht’s Samstag Abends mal weg, Disco, Konzert, Bar oder letztens aufs Oktoberfest (das verfolgt einen überall hin) an den Strand :D Sonntags steht morgens meistens Kirche auf dem Plan und dann Wäsche waschen (meine Lieblingsbeschäftigung argh -.-') und sonst mal den Tag über an den Strand zum baden gehen (und Angeberfotos knipsen haha).

Durch das viele Programm komme ich leider weniger zum Schreiben (und außerdem passiert nicht soo viel außerordentlich exorbitant Spannendes), also frag, wer etwas genauer wissen möchte :)

Liebst, Annette